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                                    BEST OF BEST OF Promi 432Text und Intervie Felix Engeli Foto: World TriathlonJulie Derron hat sich in den letzten Jahren zu einer der erfolgreichsten Schweizer Triathletinnen entwickelt. An den Olympischen Spielen 2024 in Paris holte sie sensationell Silber. Im Interview erz%u00e4hlt die 28-j%u00e4hrige Z%u00fcrcherin, wie sie zum Triathlon gekommen ist %u2013 und wie es nach dem Grosserfolg weiter geht.Hat sich Dein Leben seit dem Olympia-Erfolg 2024 ver%u00e4ndert?Ja und nein. Einerseits geniesse ich gr%u00f6ssere Aufmerksamkeit. Ich kann an Events teilnehmen, mit neuen Partnern zusammenarbeiten etc. Aber schlussendlich mache ich immer noch Triathlon. Ich bin immer noch Julie und mache mein Ding noch genauso wie vorher. Mir ist auch wichtig, dass mein Umfeld gleich bleibt. Dank meiner Familie, meinem Team, meinem Coach, habe ich in den letzten Jahren meine Ziele erreicht und das ist auch das richtige Umfeld, um den n%u00e4chsten Schritt vorw%u00e4rts zu machen.Was hat Dich dazu inspiriert, mit Triathlon anzufangen?Zuerst meine Eltern und meine zwei Schwestern. Alle machten Triathlon, und als j%u00fcngste Schwester habe ich  ihnen einfach nachgeeifert. Am Anfang starteten wir an den Iron-Kids-Rennen in Z%u00fcrich, dann an schweizweiten Sch%u00fclerwettk%u00e4mpfen. Sp%u00e4ter waren nat%u00fcrlich Nicola Spirig Hug und Daniela Ryf grosse Vorbilder. Peking waren die ersten Olympischen Spiele, die ich mitverfolgt habe und sah, wie Schweizerinnen in diesem Sport grossen Erfolg haben. Da dachte ich, wow, das ist ja cool.Nebenbei hast Du noch Lebensmittelwissenschaften an der ETH Z%u00fcrich studiert. Was hat Dich zu diesem Studium bewogen?Mich interessiert das Thema sehr, und ich stehe auch selber gerne ab und zu in der K%u00fcche. Das Studium macht dich aber nicht zur Ern%u00e4hrungsberaterin, wie viele meinen. Der Fokus liegt auf der Herstellung, nicht dem Verzehr. Mein Master war dann auf Verfahrenstechnik ausgerichtet, also die Produktion von Lebensmitteln. Ich fi nde das ein extrem spannendes Thema. Momentan gilt meine Konzentration aber ausschliesslich dem Sport.Was machst Du in Deiner Freizeit, wenn Du denn noch welche fi ndest?Wenn ich mich vom Sport erhole oder auf dem Hometrainer bin, verfolge ich gerne andere Athleten beim Sport. Auch in anderen Sportarten wie Mountainbike, Langlaufen oder  Biathlon. Mir macht es sehr viel Spass, andere Menschen f%u00fcr Sport zu begeistern, zum Beispiel an Sponsoren-Events. Den Leuten zu zeigen, was es heisst, aktiv zu sein und wie viel einem das f%u00fcr das Leben bringt. Ansonsten verbringe ich auch gerne Zeit damit, B%u00fccher zu lesen.Was sind Deine n%u00e4chsten Ziele?F%u00fcr das Jahr 2025 liegt der Fokus auf der T100 Triathlon World Tour, f%u00fcr die ich mich dieses Jahr verpflichtet habe. Sie startet mit dem ersten Rennen in Singapur am 5. April. F%u00fcr diese Rennen versuche ich, mich weiter zu verbessern, beispielsweise beim Radfahren. Und nat%u00fcrlich denken wir auch schon an die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Dort fi ndet das Schwimmen im Meer statt, was eine ganz andere Dynamik hat. Wie oft bist Du noch in Deiner Heimat Z%u00fcrich Wollishofen?Leider nicht mehr so oft, wie ich es gerne h%u00e4tte. Anfang Jahr bin ich einige Monate in China, weil wir dort gute Bedingungen zum Trainieren haben, und im Sommer sind wir in St. Moritz stationiert. Aber Z%u00fcrich ist f%u00fcr mich immer noch mein Zuhause, denn hier sind meine Familie und Freunde. Das Sch%u00f6ne ist, dass meine Schwester Nina mit mir in China ist, sie ist auch Profi -Athletin.Geburtstag: 10. September 1996Aufgewachsen: Z%u00fcrich WollishofenErfolge: Silber in Paris 2024, Europameisterin Sprintdistanz (2019) und Olympische Distanz (2021), Mehrfache Schweizermeisterin in verschiedenen Triathlon-Disziplinen, U23-Europameisterin im Triathlon (2018)Lieblingsfi lm: Mamma Mia!Lieblingsessen: unter anderem Burger mit Sweet Potatoes In K%u00fcrze: Julie Derron ist eine Schweizer Triathletin. Ihr bisher gr%u00f6sster Erfolg ist die Olympia-Silbermedaille im Einzelwettbewerb 2024 in Paris.%u00abBei Peking 2008 dachte ich: Wow, das ist ja cool.%u00bb 
                                
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